Kennen Sie Ihre Lieferkette?

 

Wie KMU sich vorbereiten können

Das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz kommt. Wer die einwandfreie Herkunft seiner wichtigsten Rohstoffe und Vorprodukte nicht auf Menschenrechtsverletzungen oder Umweltrisiken innerhalb des Warenflusses analysiert, dem drohen hohe Strafen.

 

Diese Mammutaufgabe wird ab dem 1.1.2023 Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern auferlegt. Schon ein Jahr später sind Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter in der Pflicht. Wer seine Hausaufgaben nicht macht, dem drohen hohe Strafen.

Zwar fordern Wirtschaftsverbände wie der BGA[1], dass größere Unternehmen nicht per Gesetz ihre Pflichten an kleinere Geschäftspartner weitergeben können, da dies die Gefährdung von kleinen und mittleren Unternehmen bedeuten würde, aber in der Realität wird klar: Das Lieferkettengesetz kommt und es wird immer tiefer in die Lieferkette hineinreichen als der nüchterne Gesetzestext es auf Anhieb vermuten lässt.

 

Spätestens wenn ein noch größerer Katalog menschenrechtlicher Verantwortungen demnächst auf EU-Ebene beschlossen wird, kann man davon ausgehen, dass jeder Betrieb (!) sein eigenes Risikomanagement betreiben muss.

Überraschung für Lieferanten und Subunternehmer

KMU als vorgelagerte Lieferanten, Subunternehmer oder Dienstleister stehen deshalb mit in der Pflicht und werden per Lieferantenaudit, Lieferantenerklärungen oder sogar durch Zertifizierungen die Unbedenklichkeit ihre Waren bzw. Leistungserbringung nachweisen müssen.

Erfahren Sie, was Ihre größten Kunden derzeit planen, damit Sie keine Überraschungen erleben und sich im Vorfeld wappnen können, wenn Sie ein Brief wie der folgende erreicht:

Guten Tag, Sie wurden als einer der Hauptlieferanten für unsere Warengruppe XY identifiziert. Oder Sie beliefern uns mit einem risikobehafteten Rohstoff. Bitte weisen Sie uns innerhalb von 30 Tagen eine mit dem Lieferkettengesetz konforme Unbedenklichkeit Ihres Produktes nach. Alternativ können Sie den beiliegenden Fragebogen beantworten und an einem Risk-Assessment teilnehmen oder sich von einem unserer Partnerunternehmen auditieren lassen. Auch jeden Fall erwarten wir die Zustimmung zu unserem überarbeiteten Lieferantenkodex.“

Und jetzt?

 

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Kettenreaktion in der Lieferkette

Dies ist keine Fiktion, denn das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet deutsche Unternehmen, ihre Zulieferer und Dienstleister auch unterhalb der ersten (unmittelbaren) Ebene zu überprüfen, ob internationale Übereinkommen hinsichtlich der Menschenrechte und des Umweltschutzes eingehalten werden.  Wer wem bald rechenschaftspflichtig wird, zeigt das folgende Bild:

 

 

 

 

 

Dass kleine und mittlere Betriebe ungeschoren davonkommen, ist ein gefährlicher Trugschluss. Um die eigenen Lieferketten transparent zu machen und Risiken zu minimieren, werden die Top-Unternehmen in Kürze und mit Hochdruck ihre wichtigsten Lieferanten, Subunternehmer und Dienstleister scannen.

Begegnen Sie Ihren Kunden auf Augenhöhe! Sorgen Sie dafür, dass Ihre Geschäftsbeziehungen nicht wackeln, wenn das Risikomanagement oder die Abhilfe- und Präventionsmaßnahmen nach unten durchgereicht werden.

 

Lesen Sie in diesem Buch:

  • was genau im Lieferkettengesetz steht

  • wo und warum Ihr Kunde unter Zugzwang steht

  • wie Sie ein eigenes Risikomanagement entlang ihrer Lieferketten aufbauen

  • mit welchen Tools man Lieferketten-Risiken aufdeckt

  • wie Sie dem Lieferantenkodex Ihrer Geschäftspartner proaktiv begegnen

  • wie Ihr Unternehmen seine Stakeholder-Beziehungen verbessern kann

  • auf welchen Regelwerken (Menschenrechte, Kinderschutz, Arbeitsbedingungen, umweltbezogene Pflichten) das Lieferkettengesetz aufbaut.

 

Christian Houben M. A. arbeitete als Wissenschaftsjournalist für Pressestellen von Hochschulen und Ministerien, als Fachbuchautor, Projektmanager und in der Erwachsenenbildung.

 

[1] Bundesverband für Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.

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